7. Dezember 2026 | ab 10 Uhr | Deutsches Museum, Bonn

Vertrauenswürdige KI ist längst kein abstraktes Leitbild mehr: Mit dem EU AI Act und ersten Entwürfen harmonisierter Standards liegen die Leitplanken für den Einsatz von KI-Systemen auf dem Tisch. Offen blieb lange die entscheidende Frage: Wie lassen sich diese Anforderungen tatsächlich umsetzen – aussagekräftig, vergleichbar und wirtschaftlich tragfähig?

Genau hier hat das Projekt »Zertifizierte KI« angesetzt. In interdisziplinärer Zusammenarbeit von Informatik, Recht, Ethik, Wirtschaftswissenschaften und Normung wurden Dimensionen der Vertrauenswürdigkeit zu konkreten Prüfkriterien weiterentwickelt, ein einheitliches Vorgehen zur Spezifikation von KI-Prüfobjekten erarbeitet, prototypische Prüfwerkzeuge für Modelle und Daten gebaut und Unternehmen aus verschiedenen Branchen erprobt. Ergänzt wurde dies durch Analysen zum wirtschaftlichen Potenzial von KI-Zertifizierungen sowie durch die Auseinandersetzung mit rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Zum Projektabschluss ziehen wir Bilanz und blicken nach vorn: Was ist entstanden, was hat sich in der Praxis bewährt – und was bedeutet das für Unternehmen, die sich auf die KI-Regulatorik vorbereiten? Die Projektpartner Fraunhofer IAIS, Universität Bonn (Informatik sowie Philosophie/Ethik), RWTH Aachen (Wirtschaftswissenschaften), DIN Deutsches Institut für Normung und Universität zu Köln (Rechtswissenschaften) stellen ihre Ergebnisse vor, zeigen Prüfwerkzeuge im Einsatz und diskutieren, wie ein belastbares Prüfökosystem für KI »made in Germany« weiterwachsen kann.

Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam auf den Weg von abstrakten Anforderungen zur praxistauglichen KI-Prüfung zurückzublicken – und die nächsten Schritte mitzugestalten. 

Zielgruppe

Die Abschlussveranstaltung richtet sich an Interessierte aus Wirtschaftsunternehmen und Organisationen, die KI-Systeme entwickeln, einsetzen oder verantworten und sich über konkrete Prüfansätze informieren sowie mit Expertinnen und Experten austauschen und vernetzen wollen. Ebenso herzlich eingeladen sind Vertreter*innen aus Prüf- und Zertifizierungsstellen, Normung, Forschung und Politik. 

Organisiert von:

Speaker

zum Programm

Dr. Daniel Becker

Dr. Daniel Becker

Fraunhofer IAIS

Teamleiter AI Assessment Operations

Paul Frederik Höller

Paul Frederik Höller

MWIKE NRW

Staatssekretär

Manoj Kahdan

Manoj Kahdan

RWTH Aachen University

AI Governance & Responsible AI | PhD

Fabian Malms

Fabian Malms

Fraunhofer IAIS

Projektleiter „Zertifizierte-KI“, Abteilung AI Assurance & Assessments

Dr. Maria Mensch

Dr. Maria Mensch

DIN

Innovationsmanagerin

Dr. Maximilian Poretschkin

Dr. Maximilian Poretschkin

Fraunhofer IAIS

Abteilungsleiter AI Assurance & Assessments

Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski

Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski

Universität zu Köln

Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

Prof. Dr. Torsten-Oliver Salge

Prof. Dr. Torsten-Oliver Salge

RWTH Aachen University

Professor und Leiter des Instituts für Technologie- und Innovationsmanagement

Mathias Schuh

Mathias Schuh

Universität zu Köln

Doktorand für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

Dr. Christian Temath

Dr. Christian Temath

KI.NRW

Geschäftsführer

Dr. Erik Weiss

Dr. Erik Weiss

Universität zu Köln

Habilitand Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung

Johannes Wellhöfer

Johannes Wellhöfer

DIN

Themenentwickler und Projektmanager

Prof. Dr. Stefan Wrobel

Prof. Dr. Stefan Wrobel

Fraunhofer IAIS, Universität Bonn

Institutsleiter, Professor für Informatik

Themenblöcke der Agenda

zum Programm

Technische Implementierung

Von AI-Act-Anforderungen zu nachweisbarer KI-Konformität

Erfahren Sie, wie Unternehmen die Anforderungen des AI Acts in der Praxis umsetzten und die Vertrauenswürdigkeit ihrer KI-Systeme systematisch nachweisen können. Lernen Sie den aktualisierten KI-Prüfkatalog kennen, der Organisationen dabei unterstützt, Risiken zu bewerten, geeignete Maßnahmen abzuleiten und belastbare Nachweise zu erbringen. Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke in innovative Prüfwerkzeuge und eine Prüfplattform, die KI-Prüfungen effizienter, reproduzierbarer und skalierbarer machen. 

Rechtliche Einordnung

Rechtliche Anforderungen an KI-Systeme und ihre Operationalisierung

Die KI-Verordnung verfolgt einen risikobasierten Ansatz: In Abhängigkeit von der Kritikalität eines KI-Systems bzw. eines KI-Modells werden abgestufte Anforderungen aufgestellt. Im Bereich der Hochrisiko-KI-Systeme zählen hierzu insbesondere Anforderungen an die Daten und Daten-Governance, gewisse Transparenzpflichten sowie die Verpflichtung zur Gewährleistung einer menschlichen Aufsicht.

Die Frage, wie diese Vorgaben im Einzelfall konkretisiert werden können, steht aktuell im Fokus einschlägiger Debatten. Anhand ausgewählter Schwerpunkte möchte das rechtswissenschaftliche Projektteam aufzeigen, wie und in welchem Umfang eine aktualisierte Version des im Projekt entwickelten Prüfkatalogs zu einer Konformität entsprechender KI-Systeme mit den jeweiligen Vorgaben beitragen kann.

Normung

Normung und Standardisierung – Projektergebnisse nachhaltig verankern

Normen und Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Entwicklung, Prüfung und Einsatz von KI-Systemen. Der Themenblock zeigt, wie Erkenntnisse und Ergebnisse aus ZERTIFIZIERTE KI in die Normung und Standardisierung überführt werden können.

Vorgestellt werden im Projekt entwickelte oder angestoßene Standardisierungsansätze, beispielsweise DIN-SPECs, sowie ihre mögliche Bedeutung für Unternehmen und Prüforganisationen. Zudem wird die Einbettung in europäische und internationale Aktivitäten bei CEN/CENELEC und ISO/IEC betrachtet.

Innovationsmanagement

Umsetzung und Kommunikation der Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen

In diesem Teil werden wirtschaftswissenschaftliche Forschungserkenntnisse und praktische Erfahrungen zusammengeführt, um einen effektiven Wissenstransfer zwischen Regulierung, Wissenschaft und Unternehmenspraxis zu ermöglichen. Der wissenschaftliche Beitrag präsentiert aktuelle Studienergebnisse dazu, wie Zertifizierungsansätze die wahrgenommene Vertrauenswürdigkeit von KI-Anwendungen bei Kund:innen beeinflussen und welche Gestaltungsmerkmale besonders wirksam sind.

Philosophische Perspektive

Was bedeutet vertrauenswürdige KI? Eine philosophische Perspektive

Vertrauenswürdigkeit ist ein zentraler Begriff in der Debatte um KI – zugleich bleibt häufig offen, was genau darunter zu verstehen ist. Der philosophische Themenblock fragt daher, wer einer KI, ihren Entwicklern oder den sie einsetzenden Organisationen vertraut und auf welcher Grundlage dieses Vertrauen entstehen kann.

Vertrauenswürdige KI entsteht nicht allein durch ein Zertifikat, sondern durch das Zusammenspiel von Technik, Organisation, Recht und gesellschaftlicher Verantwortung.

Programm

Das Programm wird fortlaufend aktualisiert. Stand: 30.09.2026

ab 9:00 Uhr

Einlass

10.00 Uhr

Vertrauenswürdige KI für autonome Systeme – Warum Prüfung, Konformitätsbewertung und Zertifizierung zum Schlüsselfaktor werden

Prof. Dr. Stefan Wrobel, Fraunhofer IAIS

Stefan Wrobel

10.15 Uhr

Eröffnungsvortrag Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Paul Frederik Höller, NRW Staatssekretär

Paul Frederik Höller

10.30 Uhr

„ZERTIFIZIERTE KI“ in der Praxis: Der Weg zur nachweisbaren Konformität Ihres KI-Systems 

Fabian Malms, Fraunhofer IAIS

Fabian Malms

Wie Prüfung und Konformitätsbewertung mit zunehmend autonomen KI-Systemen Schritt halten können

10.45 Uhr

Panel

Stefan Wrobel (Fraunhofer IAIS & Universität Bonn), Torsten-Oliver Salge (RWTH Aachen), Frauke Rostalski (Universität zu Köln), Christian Temath (Fraunhofer IAIS & KI.NRW)

Stefan Wrobel
Torsten-Oliver Salge
Frauke Rostalski
Brand Name

Impact-Vorträge: Wie wird die Prüfmethodik von Zertifizierte KI in Ihrer Organisation genutzt?

11.30 Uhr

tba.

12.00 Uhr

Mittagspause

13.00 Uhr

Quo vadis KI-Prüfkatalog? KI Prüfkriterien für den AI Act, agentische KI und spezifische Sektoren

Maximilian Poretschkin, Fraunhofer IAIS

Brand Name

13.20 Uhr

Rechtliche Anforderungen an KI-Systeme und ihre Operationalisierung

Erik Weiss und Mathias Schuh, Universität zu Köln

Erik Weiss
Mathias Schuh

13.50 Uhr

Eine technische Plattform zur Automatisierung von reproduzier- und nachvollziehbaren KI-Prüfungen

Daniel Becker, Fraunhofer IAIS

Daniel Becker

14.10 Uhr

Kaffeepause

14.40 Uhr

Normung und Standardisierung im Projekt Zertifizierte KI

Dr. Maria Mensch und Johannes Wellhöfer, DIN Deutsches Institut für Normung

Dr. Maria Mensch
Johannes Wellhöfer

15.20 Uhr

Einfluss von KI-Konformitätsbewertungen und KI-Zertifizierung: Chancen, Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Praxis

Manoj Kahdan, RWTH Aachen

Manoj Kahdan

15.40 Uhr

Certifying AI: Philosophical perspectives

TBA, Universität Bonn

Brand Name

16.10 – 17.00  Uhr

ZERTIFIZIERTE KI zum Anfassen – Erleben Sie vertrauenswürdige KI: Postersessions der ZKI-Partner mit Praxisbeispielen aus Zertifizierte KI und interaktiver Rundgang durch das Deutsche KI-Museum mit Demonstratoren

ab 18.00 Uhr

Get-together (Selbstzahler)

Location

Deutsches Museum Bonn

Ahrstraße 45, 53175 Bonn

Erleben, verstehen, mitgestalten – das ist die »Mission KI« des Deutschen Museums
Bonn. Dynamische Erlebnisräume laden zum Eintauchen in die Welt der Künstlichen
Intelligenz (KI) ein. Interaktive Exponate und Erlebnisstationen machen die Grundlagen
und aktuelle Entwicklungen der KI greifbar und verständlich.

Das Deutsche Museum Bonn – Forum für Künstliche Intelligenz ist die einzige
Zweigstelle des weltberühmten Deutschen Museums außerhalb Bayerns und wird
hauptsächlich gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und
Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Fotos: Deutsches Museum/Lichtenscheidt

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Get together
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