24. Februar 2026 | 10-18 Uhr
Design Offices »Neuer Kanzlerplatz« in Bonn

Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt: Mit dem EU AI Act nimmt die Regulierung Künstlicher Intelligenz konkrete Gestalt an – und mit ihr die Verankerung von Prinzipien vertrauenswürdiger KI in der Regulatorik. Jetzt gilt es, die Brücke zwischen Regulierung und Praxis zu schlagen.

Während die Übergangsfristen des AI Acts näher rücken, wächst der Handlungsdruck: Unternehmen müssen jetzt verstehen, wie sich regulatorische Anforderungen in technische Prozesse, Governance-Strukturen und Nachweisverfahren übertragen lassen. Standards und Frameworks können bei der strukturierten Umsetzung der rechtlichen Vorgaben hilfreich sein.

Unsere Tagung »AI Act Now« bringt Expert:innen aus Recht, Wirtschaft, Technik, Standardisierung und Ethik zusammen, um Wege aufzuzeigen, wie Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen und die Konformität mit der KI-Verordnung systematisch sichergestellt werden kann – durch rechtliche Rahmenbedingungen, technische Standards und strukturierte Implementierung. Die Projektpartner Fraunhofer IAIS, RWTH Aachen (Wirtschaftswissenschaften), DIN Deutsches Institut für Normung, Universität Bonn (Philosophie/Ethik) und Universität zu Köln (Rechtswissenschaften) eröffnen dabei interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema »Vertrauenswürdige KI« im Kontext der Umsetzung des AI Acts.

Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam weitere Schritte von der Regulierung hin zur Umsetzung der Verordnung zu erkunden und dabei neue, interdisziplinäre Perspektiven auf das Thema »Vertrauenswürdige KI« kennenzulernen.

Zielgruppe

Die Tagung »AI Act Now« richtete sich an Interessierte aus Wirtschaftsunternehmen und Organisationen, die sich zum Thema KI-Prüfungen und deren Umsetzung in der Praxis informieren sowie sich mit Expertinnen und Experten austauschen und vernetzen wollten – insbesondere im Hinblick auf die kommende KI-Regulatorik. Herzlich eingeladen waren darüber hinaus Vertreter*innen aus Forschung und Politik.

Themenblöcke der Agenda

Detaillierte Agenda folgt in Kürze

Ein Jahr AI Act – eine juristische Bestandsaufnahme

Teile des AI Acts der EU sind bereits in Kraft getreten, vollständig gelten soll er ab August 2027.

Bereits jetzt regen sich Widerstände und Bedenken hinsichtlich dieses Prestigeprojekts des europäischen Gesetzgebers. Neben wirtschaftspolitischen Erwägungen zum Standortnachteil und Bedenken hinsichtlich der operativen Umsetzbarkeit technischer Spezifikationen wird teilweise bezweifelt, ob der AI Act sein Regulierungsziel „Vertrauenswürdige KI” überhaupt erreichen kann. Aus diesem Grund soll in diesem Themenblock eine Bestandsaufnahme des AI Acts knapp ein Jahr nach seinem Geltungsbeginn erfolgen.

Operationalisierung der KI-Verordnung

Im Fokus stehen in diesem Themenblock praxisnahe Ansätze, Frameworks und Werkzeuge zur Umsetzung der KI-Verordnung. Beleuchtet wird, wie die Lücke zwischen vagen rechtlichen Anforderungen und der technischen bzw. organisatorischen Implementierung geschlossen werden kann. Entlang des Lebenszyklus von KI-Systemen können so an verschiedenen Stellen – von den Daten bis zur Ausgabe – strukturierte Maßnahmen ergriffen und Prozesse etabliert werden.

Unternehmensperspektive: Umsetzung der KI‑Verordnung in der Praxis

In diesem Themenblock berichten führende Unternehmen darüber, wie sie die Anforderungen der KI-Verordnung in der Praxis umsetzen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze aus verschiedenen Branchen. Ziel ist es, Best Practices zu teilen und einen praxisnahen Überblick über die Umsetzung des AI Acts im Unternehmenskontext zu geben.

Marktüberwachung: Einblicke der Bundesnetzagentur

In diesem Themenblock wird die Rolle der Marktaufsicht im Kontext des AI Acts beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Überwachung und Sicherstellung der gesetzlichen Vorgaben grundsätzlich gestaltet werden kann. Die Teilnehmenden erhalten erste Einblicke und entwickeln ein Verständnis für die Bedeutung der Marktüberwachung und ihren Einfluss auf die Umsetzung der KI-Verordnung.

Normung und Standardisierung

Der Themenblock beleuchtet die Rolle der Normung im Rahmen des AI Acts und untersucht, wie Standardisierungsprozesse die Entwicklung vertrauenswürdiger KI-Systeme unterstützen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Chancen der Normung im KI-Kontext, sowie in deren Einfluss auf die praktische Umsetzung und Akzeptanz von KI-Lösungen. Insbesondere Anforderungen zum Qualitäts- und Risikomanagement von KI-Systemen sind hierbei auch in der Normung und Standardisierung wichtige Schwerpunkte, die für die Teilnehmenden aufgegriffen werden.

Philosophische Perspektive – Vertrauen in KI-Systemen

Im philosophischen Teil wird der Begriff „Vertrauenswürdigkeit” beleuchtet. Dieser wurde in der jüngeren Vergangenheit nahezu inflationär benutzt. Um zu verhindern, dass er zu einer leeren Phrase verkommt, wird untersucht, was genau Vertrauen in KI-Systeme bedeutet: Wer vertraut wem? Welche Akteure sind beteiligt? Des Weiteren wird erörtert, wie Vertrauen in der Praxis erreicht werden kann und inwiefern Normung zur Stärkung der Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen beiträgt. Und wie hängt die Vertrauenswürdigkeit mit anderen Aspekten der KI-Ethik zusammen, beispielsweise mit Fragen der Haftung und Verantwortung?

Organisiert von:

Location

Design Offices Bonn Neuer Kanzlerplatz

Bundeskanzlerplatz 2D
53113 Bonn

Get-together

L’Osteria
In der Sürst 3
53111 Bonn

Impressionen vom »FORUM ZERTIFIZIERTE KI« im Juni 2023

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